Ein Fall für Wingwave-Coaching:
Antje und die Sache mit dem Aufzug

Zwei Aufzüge nebeneinader in einem Bürogebäude - Wingwave Beispiel - Karen Hartig Coaching Köln und Nrw

Quelle: greissdesign | pixabay

Beispiele für den Erfolg von Wingwave-Coaching gibt es viele. Um Sie mit dem Ablauf vertraut zu machen – und auch den Winkelzügen, die ein menschliches Gehirn so machen kann – habe ich mich für einen Fall entschieden, der so „einfach“ wie ungewöhnlich war.

Eine Abends rief Antje bei mir an. Also sie wisse ja gar nicht was los sei, sagte sie, und die Sache sei ihr auch ziemlich unangenehm, aber…

Ich kenne Antje seit einigen Jahren. Sie ist 46, arbeitet bei einer Bank, ist glücklich geschieden und hat zwei Spätpubertiere im Haus. Eine klar denkende, selbstbewusste Frau. Normalerweise macht sie nicht viele Worte, sondern kommt zügig auf den Punkt. 

Im Aufzug plötzlich Beklemmung und nasse Hände

Am nächsten Tag kam Antje zu mir ins Coaching und bekannte, dass neuerdings etwas mit dem Aufzug im Büro „nicht in Ordnung“ sei. Folgende Situation schälte sich heraus: Antjes Büro liegt im fünften Stock. Morgens nimmt sie den Aufzug, nach der Mittagspause bewegungshalber die Treppe, abends wieder den Aufzug abwärts. So weit, so gut.

Es sei nur so, sagte sie zögernd, dass sie seit ein paar Wochen ein ganz seltsames Gefühl überkomme, wenn sie mit dem Aufzug führe, egal welchem. So ein unangenehmes Engegefühl im Brustkorb. Vorgestern dann plötzlich Herzrasen und nasse Handflächen, als die Tür sich hinter ihr schloss. Und das nach 45 Lebensjahren mit einem völlig neutralen Verhältnis zu allen Aufzügen dieser Welt, Beispiele gebe es genügend. Empire State Building, Eiffelturm, alles kein Problem – also das sei doch jetzt total idiotisch!

Welcher Impuls löst den Stress aus?

Meiner Erfahrung nach gibt es lästige, seltsame und unangenehme Gefühle, die einem durchaus auch blöd vorkommen können, aber idiotisch sind Gefühle niemals. Irgendein Impuls in Antjes Gehirn löste Stress aus, irgendetwas gab den Befehl, plötzlich „Alarm“ zu funken, wenn sie Aufzug fuhr.

Häufig sind es längst vergessene Erlebnisse der unangenehmen Art, die sich „unsichtbar“ im Gedächtnis eingebrannt haben und den Ursprung solcher Probleme bilden. Erfreulicherweise kann ein Wingwave-Coaching den emotionalen Knoten zuverlässig auflösen.

Mit einem präzisen Fragenkatalog begann ich, den Stressauslöser aufzuspüren. Dabei dient mir ein spezieller Muskeltest als „Kompass“. Dieser sogenannte Myostatiktest stellt sicher, dass ich auf dem richtigen Weg zum richtigen Thema bin. Es brauchte auch keine fünf Fragen, bis klar war, dass Antjes Problem keineswegs in die Richtung klaustrophobischer Gefühle ging, sondern mit dem Gefühl starker Hilflosigkeit zu tun hatte. Klar war auch, dass sie dieses Gefühl von früher kannte.

„Und, erinnerst du dich an etwas Bestimmtes? Hast du vielleicht einen Verdacht?“, fragte ich.
Antje zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Nein, da wüsste ich gerade nichts.“

Plötzlich kehrt die vergessene Erinnerung zurück

Aufzug Kabine innen - Knöpfe mit Etagennummern - Karen Hartig Coaching

Quelle: heikografie | pixabay

Ich fragte nun gezielt ihre Jugendjahre ab; erneut leitete mich dabei der Muskeltest. Und dann fiel unversehens bei Antje der Groschen. Wie aus dem Nichts tauchte eine uralte Erinnerung auf: Sportunterricht im Gymnasium, mit zwölf Jahren. Am Ende jener Stunde, als die Sportlehrerin schon verschwunden war, hatten ein paar Klassenkameradinnen Antje in einem winzigen Raum neben der Turnhalle eingeschlossen. Einfach so, aus Jux und Schikane. Und sich kichernd verdrückt.

In dem Raum gab es Medizinbälle, Seile und Matten, aber kein Telefon. Antje klopfte, sie hämmerte gegen die Tür, rief schließlich laut nach Hilfe – keiner kam. Denn ausgerechnet in dieser Stunde stand die Turnhalle leer. Bis die Sportlehrerin Antje aus ihrem temporären Gefängnis befreite, vergingen 50 endlose Minuten. Die Erinnerung war so lebhaft wie stark und trieb ihr Tränen der Wut in die Augen.

Das Beispiel zeigt’s: Blockaden loswerden wie im Schlaf

Es steckte Antje buchstäblich noch in den Knochen, das alte Erlebnis. Jetzt schloss sich also der zweite Schritt des Wingwave-Coachings an: die behutsame Verarbeitung des stressigen Erlebnisses im Gehirn. Dies geschieht auf die gleiche Weise, wie das Gehirn es normalerweise automatisch im Schlaf erledigt, nämlich durch schnelle rechts-links-Bewegungen der Augen. Dieser Verarbeitungsprozess wird beim Wingwave-Coaching im Wachzustand angestoßen. Dadurch synchronisieren sich beide Gehirnhälften – und die Blockade löst sich auf.

Am Ende des Coachingprozesses atmete Antje mehrmals tief durch. Und lächelte. „Es fühlt sich plötzlich alles viel leichter an. Dieses fiese Gefühl, also wenn ich an den Aufzug denke, das ist irgendwie…. fast weg? Kann das denn sein, so schnell?“

Schlichte Antwort: Ja! Oft bedarf es genau wie im Beispiel nicht mehr als einer Sitzung, um ein solches Erlebnis, das noch im Nervensystem festhängt, hinter sich zu lassen. Emotionscoaching mit Wingwave ist enorm wirkungsvoll – nicht umsonst arbeiten mittlerweile über 5.000 Coaches mit der Methode.

Mit Wingwave wird aus Beklemmung gelassene Zuversicht

Im Nachgespräch stellte sich heraus, dass Antje damals aus lauter Scham kein Sterbenswörtchen über die Turnhallen-Episode verloren und diese nach und nach einfach verdrängt hatte. Ihr Gehirn jedoch, der kleine Schlauberger, wusste selbstverständlich all die Jahre, dass da noch dieses üble Erlebnis im Weg herumlag.

Zudem kann das menschliche Gehirn nicht unterscheiden, ob etwas real oder fiktiv ist. Es beschreitet ganz andere Wege, nämlich die der vergleichenden Einordnung: „Aha, da haben wir also einen ganz kleinen Raum. Die Tür ist zu…? Hey, das kenn ich doch, da kommt man nicht wieder raus… Alarm!“ Ganz unvorhersehbar und auch mal Jahrzehnte später. Und das passiert sehr vielen Menschen.

Der Kölnturm im Mediapark Köln - Mit Wingwave Coaching die Angst vorm Aufzug auflösen

Foto © Karen Hartig

Als Antje nach Hause ging, strahlte sie erleichterte Zuversicht aus. Natürlich bat ich sie darum, mich auf dem Laufenden zu halten, was das Thema „Aufzug“ anging.

Zwei Abende später schickte sie mir ein Selfie mit dem knappen Text „Alles easy!“ Im Hintergrund der Aufzug vom KölnTurm, ein Gebäude, in dem man im 30. Stockwerk – auf dem Foto auf zweidrittel Höhe links – hervorragend essen gehen kann. Und da war es dann wieder, das doppelte Glück: Coachee happy, Coach happy!

(Hinweis: Der Name meiner Klientin und Details ihrer Lebensumstände wurden selbstverständlich geändert.)