Ruckediruh, Steinchen im Schuh – Warum Coaching Flügel verleiht

Karen Hartig Allgemein, Karens Lösungs-Mittel 8 Comments

barfuss auf zehenspitzen auf nasser strasse

Kennen Sie das auch? Es gibt Phasen, in denen brechen Probleme über das eigene Leben hinweg, als gäbe es sie im Dutzend billiger. Manchmal kommen sie aber auch als Einzelgänger und auf ganz leisen Sohlen. Ohne Theaterdonner, ohne Drama. Wie ein kleiner Stein, der sich unbemerkt im eigenen Schuh einnistet.

Und da bleibt er. Man lebt weiter, als hätte man sich einfach daran gewöhnt, mit diesem namenlosen Stein im Schuh herumzulaufen. Der immer mal wieder Signale hochfunkt, dass irgendwas nicht stimmt, dass etwas fehlt.

Der kleine Druckschmerz

Da ist dieser kleine scheuernde Druckschmerz, okay, aber es drückt ja nicht jeden Tag. Nicht mal jede Woche. Was will ich denn, mir geht’s doch gut. Nächstes Jahr, da kümmere ich mich um alles. Um einen anderen Job, der mir mehr Luft zum Atmen lässt, um die Entscheidung, ob ich mich endlich selbständig mache, und nächstes Jahr frage ich auch meinen Partner, ob es nicht höchste Zeit für eine Paartherapie ist. Noch geht ja alles so einigermaßen.

Schlammige Wanderstiefel auf Fußmatte

Foto: Damir Bosnjak | unsplash.com

Jeder Mensch verfügt über die 3 großen „K“, derer es bedarf, um Lösungen zu finden und gute Entscheidungen zu treffen: Kraft, Kompetenzen und Kreativität. Die Drei sind in puncto Lebensqualität Ihre besten Freunde. Bei anhaltender Unzufriedenheit und gleichzeitig ausgegebener Parole „aushalten“ verabschieden sie sich jedoch nach und nach in den Winterschlaf. Der Kreativität fällt nichts mehr ein, die Kraft liegt auf der Couch und verweist auf später, die Kompetenzen zucken nur mit den Schultern.

„Was will ich wirklich? Mir geht es nicht gut!“

Lange Zeit lässt es sich also grandios überhören, dieses gelegentliche Rumoren. Man arrangiert sich mit dem lästigen Kompagnon im Schuh. Was will ich denn, mir geht’s doch gut. An der Stelle, wo der Stein drückt und reibt, bildet sich zuverlässig eine Schwiele, und mit der Zeit könnte man glatt vergessen, dass es vielleicht ein Leben ohne diesen unsichtbaren Fremdkörper gäbe. Ein Leben im Einklang mit sich selbst, ein Leben, in dem nichts scheuert und die Dinge sich gut und richtig anfühlen.

Die meisten Menschen vergessen es zum Glück nicht. Und aus der selbstberuhigenden Flüsterparole „Was will ich denn, mir geht’s doch gut“ formt sich eines Tages unüberhörbar die innere Frage: „Was will ich? Mir geht es nicht gut.“

Coaching bringt Sie voran, wenn Sie jenen Stein im Schuh loswerden wollen. Das ewige Scheuern am Fuß, die Schwiele, das Hinnehmen des scheinbar Unabänderlichen. Wenn das unklare Sehnen nach Veränderung reif ist, wenn ein Traum zum Wunsch heranwächst. Zum klaren Bedürfnis, das nicht mehr warten kann und will.

Von der Sehnsucht zur Handlung

Sehnsucht als solche ist ja erstmal „nur“ ein Gefühl. Ein wichtiges, oftmals herrliches Gefühl, in dem man lange Zeit verweilen kann. Was der Sehnsucht jedoch fehlt, ist die aktive Handlung, also die Bewegung in eine konkrete Richtung. Ein gutes Coaching verhilft Ihnen aus dem diffusem Nebel des Wunsches heraus und macht das Ziel dahinter sichtbar. Und den Weg dorthin!

Dann erwachen Ihre besten Freunde, die „3 K“, wieder aus dem Winterschlaf: Mit breiten Schultern fragt die Kraft an, was sie für Sie tun kann; die Kompetenzen rufen „Hey, hier, wir können das!“; die Kreativität schickt schon beim Zähneputzen eine funkelnd gute Idee vorbei.

Und er kommt buchstäblich ins Rollen, der vermaledeite Stein. Oder er zerbröselt einfach geschmeidig. Beides befreit den Gang und beflügelt. Happy End? Nein. Happy Start!

Auf bald,
Ihre Karen Hartig

Hinterlassen Sie mir gern einen Kommentar – ich freue mich, dass Sie zu meinen Lesern gehören. Und wenn Sie lieber per „du“ kommunizieren, nur zu 🙂

(Titelfoto: Alicia Zinn | pexels.com)

Kommentare 8

  1. Hallo Karen,
    mal wieder sehr schön erläutert, sehr eingängig und überzeugend.
    Ich würde noch gern ergänzen: selbst kleine fiese Teile, die eigentlich nicht das gesamte Ganze in Unordnung bringen können, weil sie viel zu klein sind, können wachsen. Nicht aus sich heraus, sondern dadurch, dass wir sie wegen Lässtigkeit fokussieren, die Lupe hervorholen, ihnen Bedeutungsinhalte geben, die eigentlich nicht angemessen sind, aber diese winzigen Dinger mit der Macht ausstatten, unser ganzes Leben zu beeinflussen.
    Nur gut, wenn das zurecht gerückt wird. Und dann geklärt.

    1. Autor

      Lieber Hotte, danke für deinen Kommentar und die Ergänzung! Das Schöne ist ja, dass auch das Gegenteil möglich ist (das merke ich besonders beim Wingwave-Coaching immer wieder sehr dankbar) – kleine Teile können auch Großes wieder in Ordnung bringen. Beim Wingwave ist es eine minimale Intervention, die z.B. jahrelange Flugangst oder andere große Blockaden geschmeidig zerbröseln lässt. Einen schönen Sonntag und liebe Grüße!

  2. Hallo Karen,

    puh, gib es zu… Du hast diesen Artikel direkt für mich, für mich ganz alleine geschrieben!
    Ich schnaufe tief durch und hake jeden einzelnen Satz mit „stimmt“ ab. Und jeder einzelne Satz holt mich da ab, wo ich gerade stehe…

    von ganzem Herzen (Du weißt, was dies bedeutet) Danke für diesen wunderbaren, wertvollen Artikel, den ich mir ausdrucke und in nächster Zeit öfters lesen werde!

    1. Autor

      Liebe Bärbel,
      so vielen Dank für deine berührenden Worte – von Herzen gern! Und wie schön, dass ich dich so erreichen konnte mit den Dingen, die ich sooo gern tue 🙂
      Genieße den hoffentlich freien Sonntag und lieben Gruß!

  3. „Was will ich denn, mir geht’s doch gut!“

    Oh ja!
    Ich höre diesen Satz neuerdings ständig, auch in gesellschaftlich-politischen Zusammenhängen.
    Insofern ist der Beitrag gerade zum heutigen Tag durchaus passend!
    Grüße aus einem heute etwas stürmischen Herbsttag…
    K.

    1. Autor

      Liebe Kaboo, ja, das ist sehr dehnbar und relativ, dieses „gut gehen“. Ein sicher abendfüllendes Thema… Danke für deinen Kommentar, ich grüße herzlich von Herbsttag zu Herbsttag 🙂

    1. Autor

      Hallo lieber Özcan, vielen Dank! Ich freue mich selbst auch darauf, bald wieder einen Artikel zu schreiben – der nächste braucht etwas Recherche. Liebe Grüße 🙂

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